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Methodische Vorgehensweise

Verbindliche Vorgaben für die methodische Vorgehensweise zur Durchführung eines Kulturentwicklungsprozesses existieren nicht. Vor 20 Jahren etwa waren es in der Regel Fachplanungen, die ohne Beteiligung von Kulturverwaltungen oder Beratungsunternehmen erarbeitet wurden. Heutige Planungen werden aber fast immer unter Beteiligung entwickelt. Die Alte Hansestadt Lemgo entschied sich, nach Beratung im Fachausschuss, ebenfalls für einen partizipativen, transparenten Ansatz.

Unter dem Motto, "Kultur braucht einen wachen Geist. Zum Beispiel Ihren", trafen sich auf Einladung von Bürgermeister und Geschäftsbereichsleitung Kultur am 02.09.2015 Expertinnen und Experten aus Kultur, Tourismus und Stadtplanung zu einem 1. moderierten Fachgespräch im Sitzungssaal des Rathauses. Von den eingeladenen 68 Personen sind 59 der Einladung gefolgt. Ein 2. Fachgespräch folgte am 04.11.2015.

Leitlinien zur Durchführung eines Kulturentwicklungsprozesses orientieren sich heute weitestgehend an folgenden Kriterien, die auch in Lemgo Berücksichtigung fanden:

  • Erarbeitung der Stärken und Schwächen des Kultur- und Tourismusangebotes
  • Trends 2025 Chancen und Risiken für das Kultur- und Tourismusangebot 
  • Verdichtung von Kernaussagen 
  • Erarbeitung von Schwerpunkten und Maßnahmen zur Umsetzung

 

Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen - demografischer Wandel, Teilhabe Aller sowie Zuwanderung von Menschen unterschiedlicher Kulturen - erarbeiteten die Teilnehmenden des 1. Termins an den acht folgenden Themenfeldern die Stärken und Schwächen der derzeitigen Situation von Kultur und Tourismus:

  • Qualität des Angebots
  • Quantität des Angebots
  • Generationen
  • Infrastruktur
  • Marketing
  • Ehrenamt
  • Interkulturalität
  • Netzwerke & Kommunikation

 

Die verschriftlichten Äußerungen zu den Themenfeldern wurden anschließend mit einem Punkteverfahren einer Bewertung nach individueller Einschätzung von Wichtigkeit und Bedeutung unterzogen.  

Zum Abschluss des 1. Gesprächs wurde vereinbart, für die Nachbereitung der Ergebnisse eine Redaktionsgruppe zu bilden. Damit wurde die Geschäftsbereichsleiterin Kultur beauftragt. Die Redaktionsgruppe, bestehend aus Florian Altenhein (städtische Musikschule), Christine Beermann (Grundschule Süd), Mathias Hofmann (SHS CONSULT), Annette Paschke-Lehmann, Lysann Rehberg (Geschäftsbereich Kultur Stadt Lemgo) und Frank Wiemann (Stattgespräch Lemgo), verdichtete die Ergebnisse auf folgende Schwerpunktbereiche:

  • Nutzung und Ausbau vorhandener Ressourcen
  • Wirkungen nach außen
  • Ausbau und Vernetzung der Angebote