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Schwerpunktbereiche

Nutzung und Ausbau vorhandener Ressourcen

Netzwerke und Kommunikation:

Insgesamt war es den Teilnehmenden wichtig, eine verbesserte Koordination der Terminplanung per EDV anzustoßen bzw. zu initiieren. Dies bezog sich im Wesentlichen auf den elektronischen Veranstaltungskalender des Kreises Lippe, in den auch die Lemgoer Veranstaltungen aufgenommen werden. Hier wurden überwiegend die Handhabung und die Möglichkeit, sich mit seiner individuellen Veranstaltung dort wieder zu finden, kritisiert.
Die Kulturverwaltung nimmt zur Erörterung der Probleme Kontakt mit der Lippe Tourismus und Marketing GmbH auf und berichtet dazu im Ausschuss für Kultur und Tourismus.

In einer Stadt mit ausgeprägtem Kulturverständnis bleibt es nicht aus, dass es auch zu Terminüberschneidungen kommt. Hier regten die Teilnehmenden an, jährlich ein Treffen der Veranstalter zur langfristigen Terminplanung zu organisieren, damit herausragende Veranstaltungen und Vorhaben frei von Parallelveranstaltungen sind. 

Die bereits an vielen Stellen gute Kooperation verschiedenster Akteure kann noch verbessert werden, hierzu sollen Formate entwickelt werden.
Konkret verabredet wurde zu diesem Zweck eine jährlich stattfindende „Kulturkonferenz Lemgo“, auf der auch eine Terminkoordinierung stattfinden soll.

Die bereits existierenden guten Netzwerke von Schulen und Kulturanbietern (z.B. Kultur-Runden mit Grundschulen und weiterführenden Schulen) gilt es zu stärken und gegebenenfalls auszubauen. Ziel ist hierbei die weitere Stärkung des Bereichs der kulturellen Bildung, der bereits jetzt durch die Formate Kulturstrolche, Kulturrucksack NRW aber auch durch zahlreiche Angebote der Kultureinrichtungen einen Schwerpunkt in Lemgo bildet. Aktuell ist sicherlich in diesem Bereich eine Vernetzung mit dem Ziel der Teilhabe der neu zu uns gekommenen Menschen notwendig.
Ein nächstes Treffen der Kultur-Runde, organisiert von der Kulturverwaltung, findet noch vor der Sommerpause statt.

In Lemgo gibt es eine große Bereitschaft, sich ehrenamtlich für die kulturellen, künstlerischen, gesellschaftlichen, historischen und wissenschaftlichen Belange der Stadt zu engagieren. Alle öffentlichen Kultureinrichtungen verfügen über Fördervereine bzw. -initiativen. Sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen sind es häufig die ehrenamtlich Tätigen, die kulturelle Angebote durchführen und so erlebbar machen. Die hauptamtlich Tätigen sind sich dieses Reichtums an Unterstützung bewusst. Veranstaltungen zur Wertschätzung dieses nicht selbstverständlichen Engagements sind fester Bestandteil des Miteinanders. Auch hier gilt es im Bemühen nicht nachzulassen, sondern stetig neue Ehrenamtliche zu aktivieren und die Kommunikation in den Ehrenamtsbereich beizubehalten bzw. zu verbessern.

 

Ressourcen erhalten und/oder ausbauen:

In diesem Kontext umfasst der Begriff Ressourcen nicht vorrangig finanzielle bzw. monetäre Belange, sondern insbesondere die Bereiche Zeit, Wissen und Infrastruktur, die individuell zur Verfügung gestellt werden. Das strategische Stadtziel „Stärkung des ehrenamtlichen Engagements“ wurde bereits oben erwähnt. Gerade im Jahr 2015 ist die Zahl der ehrenamtlich Tätigen in Lemgo noch einmal deutlich gestiegen, denn auch in Lemgo gibt es eine große Bereitschaft und Nachfrage nach Möglichkeiten sich in dem großen Bereich der Integration von Flüchtlingen zu engagieren. Viele dieser ehrenamtlich Tätigen sind mehrfach in unterschiedlichen Bereichen engagiert. Aber es gibt auch eine große Gruppe, die sich erstmals ehrenamtlich betätigt. Diese auf Dauer im großen Feld der ehrenamtlichen Möglichkeiten zu halten ist gemeinsames Ziel. Eine eigene städtische Internetseite zum Thema Ehrenamt sowie Personalressourcen innerhalb der Verwaltung belegen die Bedeutung, die diesem Engagement auf Seiten der Stadt Lemgo beigemessen wird. Im Kulturbereich haben wir in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht mit der Möglichkeit, Ehrenamtliche in bestimmten Teilbereichen zu professionalisieren und fortzubilden. Hier findet eine Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit durch finanzielle Unterstützung der Professionalisierung statt (mögliche Unterstützung bei: Kassenführung im Förderverein, Vorsitz eines Vereins, Moderation von Sitzungen, Präsentation). 

Auch in Lemgo besteht der Anspruch, mit den kulturellen Angeboten alle gesellschaftlichen Gruppierungen zu erreichen und bleibt so Herausforderung und ständiger Auftrag derjenigen, die Angebote entwickeln und umsetzen.
Zum Thema „Teilhabe Aller“ wird eine Arbeitsgruppe unterschiedlicher Akteure initiiert, die sich auf der Kulturkonferenz 2016 vorstellen wird. Ein erstes Treffen der Gruppe findet auf Einladung der Kulturverwaltung statt.

Wie bereits oben erwähnt sind wir in Lemgo in der guten Lage, für weite Bereiche des kulturellen Lebens über gesicherte Budgetvorgaben bis 2020 zu verfügen. Damit lassen sich aber leider nicht alle Vorhaben umfänglich realisieren, schon heute lässt sich vieles ohne gezieltes Sponsoring nicht finanzieren.

Die ortsansässige Staff Stiftung Lemgo unterstützt das Museum Hexenbürgermeisterhaus, das Stipendium Junge Kunst und die Arbeit des Kunstvereins Lemgo im Eichenmüllerhaus kontinuierlich. 

Für andere Bereiche oder Projekte wird die Bedeutung Fundraising-Strukturen aus- bzw. aufzubauen daher in Zukunft zunehmen.

 

Wirkungen nach außen

Marketing:

In beiden Fachgesprächsterminen war das Thema „Wirkungen nach außen“ ein zentrales Thema.

Wie bereits erwähnt, wurde die Qualität und Quantität der Angebote durchweg als sehr positiv bewertet.  Verbesserungsbedarf und -möglichkeiten wurden allerdings im Bereich der Vermarktung der Angebote gesehen. Großen Raum nahm die Diskussion um den digitalen Veranstaltungskalender ein (siehe oben).

Um einen guten Monatsüberblick der lokalen Lemgoer Veranstaltungen zu bekommen, wurde von den Anwesenden ein Papierkalender in Plakatformat favorisiert.
Die konkrete Ausgestaltung sollte in enger Kooperation von Kulturverwaltung und Lemgo Marketing e.V. erfolgen.

Da die Internetseiten der Alten Hansestadt Lemgo in Kürze überarbeitet werden, steht auch eine Überarbeitung der Seiten des Geschäftsbereichs Kultur an. Das Thema wird daher wieder aufgerufen, wenn die Überarbeitung abgeschlossen ist. Ganz neu erstellt wurde die Seite www.kulturentwicklung-lemgo.de, die ab Ende Februar online ist. Hierin sind zunächst die Ergebnisse der Fachgespräche eingestellt sowie Links zu den Kulturanbietern der Stadt oder des Umfeldes. Weitere Rubriken sollen folgen.

Aus dem Bereich der Hotellerie kam die Anregung, die Marketing-Informationen für Gäste zu überarbeiten und zeitgemäßer zu gestalten. Auch der Hinweis, Veranstaltungsinformationen direkt an das Innenstadthotel weiterzuleiten, war wichtig.
Hierzu führt Lemgo Marketing e.V. mit den Hotelbetreibern Gespräche mit dem Ziel attraktivere Formate zu entwickeln. Die Ergebnisse werden im Ausschuss für Kultur und Tourismus vorgestellt

Seit Jahren ist es das Bemühen des Kulturbereiches, die Angebote bei den Studierenden zu platzieren. (siehe auch 3.3. Ausbau und Vernetzung der Angebote)

 

Tourismus:

Mit rund 10 Mio. Tagesgästen und 1,6 Mio. Übernachtungen ist der Kreis Lippe eine der führenden Tourismusdestinationen in Nordrhein-Westfalen. Über 11.000 Betten in mehr als 230 Betrieben bieten ein breites Übernachtungsangebot in allen Kategorien. Das lippische Wanderwegenetz umfasst ca. 2000 km und schließt einen Teil des Europäischen Wanderweges 1 und die prämierten Wanderwege „Hermannshöhen“ und „Hansaweg“ ein.
(aus: Kreis Lippe/Wirtschaftsstandort Lippe/Tourismus) 

Lemgo hat mit seinem historischen Stadtkern, dem Schloß Brake und den Museen Hexenbürgermeisterhaus, Junkerhaus, Weserrenaissance-Museum, dem Festival mixTour, dem Theater Stattgespräch, der städtischen Galerie Eichenmüllerhaus und den jährlichen Stadtfesten, um einige Beispiele zu nennen, einen hohen Anteil an den beeindruckenden Zahlen. Der Ausbau der Hotelbettenkapazität hat daher eine hohe Priorität in Lemgo, denn zurzeit können nicht alle Gäste der Stadt auch in ihr übernachten.
Aktuell gibt es intensive Bemühungen seitens der Wirtschaftsförderung und der politischen Gremien einen Innenstadtstandort entsprechend zu entwickeln.
Ein qualitativ gutes Angebot an Ferienwohnungen und ein Campingplatz in Innenstadtnähe ergänzen und kompensieren das fehlende Hotelbettenangebot.
Die Teilnehmenden der Fachgespräche empfehlen, dass Lemgo Marketing e.V. Angebotspakete in Kooperation mit anderen Kommunen in der Region bündelt und gemeinsam analog und digital vermarktet.

 

Ausbau und Vernetzung der Angebote

Auch in einer Stadt mit einem breitgefächerten interessanten Mix kultureller Angebote sind neue Formate wichtig und wünschenswert, beispielhaft sei hier die Etablierung einer „Langen Nacht der Kultur“ oder „Museumsnacht“ genannt.
Der Bereich Museen der Stadt Lemgo wird vorbereitende Gespräche führen und koordinieren.

Für die aktuell 3800 Studierenden, viele von diesen sind Pendler, existieren zurzeit nur wenig passgenaue Angebote.
Die städtische Kulturverwaltung sowie die Hochschule OWL, mit der Studierendenvertretung sind hier zu einem Austausch gefordert. Ergebnisse werden in der Kulturkonferenz Lemgo 2016 erläutert.

 

Aus den Schwerpunktbereichen kristallisierten sich drei Kernaussagen heraus, die zu Beginn des 2. Fachgesprächs vom Plenum bestätigt wurden.

Kernaussagen:

  • Es gibt viele gute Produkte im Kultur- und Tourismusangebot in Lemgo. Es gilt, sie intelligent zu verknüpfen und zielgruppenorientiert weiterzuentwickeln.
  • Es gilt, die Ressourcen zu sichern, neue zu gewinnen und Synergien durch Netzwerke zu heben.
  • Die Wirkungen nach außen sollten durch ein verbessertes Marketing erhöht werden.